Studienpräsentation zu „Nichtkommerziellem Rundfunk in Österreich“ Grinschgl plädiert für Content bezogene Medienförderung

Sorry, this page is not available in your preferred language.

Press release dated 13 October 2008

Im Rahmen einer Studienpräsentation wurde am 13.10.2008 in den Räumlichkeiten der RTR-GmbH die Schriftenreihe mit dem Titel „Nichtkommerzieller Rundfunk in Österreich und Europa“    präsentiert: Die Publikation enthält zwei Studien, eine zum Thema  „10 Jahre Freies Radio in Österreich: Offener Zugang, Meinungsvielfalt und soziale Kohäsion“ von Mag. Judith Purkarthofer, Mag. Petra Pfisterer und Univ.-Doz. Mag. Dr. Brigitta Busch sowie eine weitere zum Thema  „Community Medien in Europa: Rechtliche und wirtschaftliche Rahmenbedingungen des dritten Rundfunksektors in 5 Ländern“ von Mag. Helmut Peissl und Mag. Otto Tremetzberger.

Dr. Alfred Grinschgl, Geschäftsführer des Fachbereichs Rundfunk in der RTR-GmbH, betonte in seinem Eingangsstatement den wesentlichen Beitrag der freien Radios zur Entmonopolisierung des Rundfunks  und zur erheblich gestiegenen Meinungsvielfalt in Österreich. In der Frage der Finanzierung der kommerziellen wie auch nichtkommerziellen Rundfunkunternehmen sprach sich Grinschgl neuerdings für eine Content bezogene Medienförderung aus, die aus den Rundfunkgebühren zu finanzieren ist. Weiters sieht Grinschgl in den besonderen Herausforderungen wie offener Zugang in der Sendungsgestaltung, in der Meinungsvielfalt und sozialen Kohäsion sowie auch in der vielsprachigen Gestaltung von Sendungen eine besondere Form des Radiomachens, die sich vom öffentlich-rechtlichen Rundfunk und kommerziellen Rundfunk unterscheidet: „In diesem Sinne trete ich persönlich auch dafür ein, dass Freie Radios die dritte Säule im Rundfunkbereich abgeben.“

Die Studienautorinnen und -autoren sprachen im Rahmen ihrer Präsentationen folgende Empfehlungen aus:

  • Der Freie Rundfunk sollte gesetzlich als dritte Säule in der Medienlandschaft verankert werden.
  • Die Rundfunkdigitalisierung darf für Freie Radios nicht zum Nachteil werden.

Schließlich forderten sie eine finanzielle Abgeltung der Tätigkeiten von Freien Radios im Wege der Medienförderung.

Die RTR-Schriftenreihe „Nichtkommerzieller Rundfunk in Österreich und Europa“ ist auf der Website der RTR-GmbH veröffentlicht und unter folgendem Link abrufbar: www.rtr.at/de/komp/SchriftenreiheNr32008.