FAQ - Nummerierung

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Ist die Rufnummer, die bei eingehenden Anrufen am Display angezeigt wird, immer korrekt?

 

Nein!

Die beim Angerufenen angezeigte Rufnummer (Rufnummer des Anrufers, Calling Line Identity - CLI) wird - ähnlich wie der Absender bei einem Brief - nicht zur Herstellung (Zustellung) der Telefonverbindung benötigt. Somit ist auch die Herstellung einer Telefonverbindung ohne bzw. mit falscher Rufnummer des Anrufers möglich. Für die technische Verbindung ist ohne Bedeutung, ob die Rufnummer des Anrufers bei der Übermittlung verfälscht wird. Es kann somit nur beim Quellnetzbetreiber (= Betreiber des Netzes, an das der Anrufer angeschlossen ist) eine Überprüfung der Rufnummer des Anrufers erfolgen. Überprüft ein Quellnetzbetreiber die von seinem Teilnehmer mitgeschickte Rufnummer nicht oder gibt er - aus welchen Gründen auch immer (z.B. technische Probleme, ...) - eine falsche Rufnummer des Anrufers weiter, so wird diese inkorrekte Rufnummer übertragen und dem Angerufenen auch angezeigt.

Gesetzliche Vorgaben

§ 19 TKG 2003: Bereitstellung der Rufnummer des Anrufers
§ 20 Abs 3 TKG 2003: Regelungen im Zusammenhang mit Notrufen
§ 104 TKG 2003: Anzeige bzw. Unterdrückung der Rufnummer des Anrufers
§ 5 KEM-V 2009: Detailregelungen

Österreichische Betreiber (das sind alle Betreiber, die in Österreich einen Kommunikationsdienst oder ein Kommunkationsnetz betreiben) sind den obigen Regelungen entsprechend verpflichtet, die korrekte Rufnummer des Anrufers vorzugeben und unverfälscht zu übertragen. Diese Verpflichtungen gelten allerdings nicht für Betreiber im Ausland. Dort gelten nur teilweise ähnliche Regelungen.

Bekannte Problemfälle sind u.a.

  • Lockanrufe (Pinganrufe):
    Es werden mit einer österreichischen Mehrwertnummer als Rufnummer des Anrufers Mobilfunkteilnehmer angerufen und es wird vor Abheben des Angerufenen wieder aufgelegt ("1 Anruf in Abwesenheit"). Der Anrufer erhofft sich in der Folge einen Rückruf auf diese Mehrwertnummer.
  • Verschleierung von Werbeanrufen:
    Um die Herkunft von Werbeanrufen zu verschleiern, werden Rufnummern mitgesendet, welche die Identifizierung des Anrufers erschweren bzw. unmöglich machen.

Europäische Ebene

Auch in europäischen Gremien wie der "Numbering, Naming & Addressing Working Group (WGNNA)" des European Communications Office (ECC) wurde dieses Thema bereits diskutiert. Dabei stellte sich heraus, dass in anderen Ländern ähnliche Probleme auftreten, und diese auch andernorts nicht mit vertretbarem wirtschaftlichen Aufwand gelöst werden können. Die Ergebnisse dieser Diskussionen sind im Bericht "Increasing Trust in Calling Line Identification and Originating Identification" zusammengefasst.

Empfehlung

Es wird daher empfohlen, die Rufnummer des Anrufers keinesfalls in kritischen Fällen (zB Steuerung von Alarmanlagen) für die Identifizierung des Anrufers zu verwenden.